3. Tag: Schokoladenmuseum Köln & Kölner Dom & Stadtspaziergang & Heimreise


Der dritte und letzte Tag in Nordrhein-Westfalen war angebrochen.

Nach dem Aufstehen ging's erst einmal in den Frühstücksraum – doch irgendwie waren wir von gestern Abend noch voll und so gab's nur eine Kleinigkeit zum Essen.

Wir packten unseren Koffer zusammen, checkten aus, und stellten ihn an der Rezeption unter. Wie erwartet, war das Auschecken gaaaanz einfach. ;-)

Bild Nun mussten wir aber erst einmal unser Smart-Cabrio wieder abgeben, bevor wir unsere Sightseeing-Tour durch Köln fortführen konnten. Mit den Kilometern wurde es langsam knapp. Verfahren durften wir uns nicht, denn wir hatten insgesamt nur 100 Freikilometer – und 92 km waren wir schon gefahren. ;-) 4 Kilometer waren es ungefähr in die Aachener Straße.

Aber es hat alles geklappt und schon kurz vor 10 Uhr gaben wir unser Sixtie ab. Die Fahrt damit hat wirklich Spaß gemacht. Komischerweise waren wir damit auf der Autobahn mit Abstand die Schnellsten. Sogar Audi- und BMW-Fahrer wurden von uns überholt. ;-) Tja – wenn wir mal unterwegs sind. ;-)

Nun ging's also den ähnlichen Weg von gestern zu Fuß wieder zurück in die Innenstadt. Der Anfang war recht trostlos an der vielbefahrenen Aachener Straße. Wir kamen wieder am Rudolfplatz an mit dem Hahnentor und schlenderten über den Neumarkt. Über einen Teil der Cäcilienstraße ging es schließlich in eine Nebenstraße, um dem Trubel der Hauptstraße ein wenig zu entkommen. Gut eineinhalb Stunden später hatten wir endlich die Innenstadt und schließlich den Rhein erreicht.

Nun stand der Besuch des Schokoladenmuseums auf den Plan. Da ich ja ein wenig schokosüchtig bin, musste ich da einfach hinein. Da vor uns aber noch eine kleine Schulgruppe war, entschieden wir uns erst einmal für einen Erfrischung in der angrenzenden Bar. Gut eine Viertelstunde später bezahlten wir den doch recht hohen Eintritt in Höhe von 6 Euro pro Person (Stand: Juli 2006) und traten ein.

Über 3000 Jahre Schokoladengeschichte werden dem Besucher auf drei Stockwerken näher gebracht. Den Anfang machen Plakate und überdimensional große Plastik-Kakaobohnen. Etwas weiter hinten gelangten wir in einen tropischen Raum, in dem sich die Kakao-Pflanze befindet. Hier fühlten wir uns wie im Botanischen Garten, so hoch war die Luftfeuchtigkeit.

Bild Wir konnten uns Formen verschiedener Figuren ansehen – von Osterhasen über Weihnachtsmänner bis hin zu Fußballspielern. Alle zwischen den 60er und 90er Jahren. Sehr interessant.

Etwas weiter hinten und vor einer tollen Glasfront befindet sich der sog. Schokoladenbrunnen. Hier erhalten alle Besucher eine kleine Kostprobe dieser süßen Schokolade. Leider nicht gerade ergiebig. Anhand des kleinen Spritzers auf einem Keks konnte man nicht wirklich viel schmecken.

Wir kamen an den Gerätschaften vorbei, die aus einer Kakaobohne Schokolade machen und verfolgten die einzelnen Arbeitsschritte. Etwas weiter hinten – hinter Glas – konnte man den Damen beim Einpacken einer Riesen-Schokolade in ein kleines Päckchen zusehen.

Gut eine dreiviertel Stunde hielten wir uns hier im Schokoladenmuseum auf. Im angrenzenden Shop fanden wir alles, was man mit Schoklade in Verbindung bringen kann. Schokoladen-Likör (den ich sonst nirgends mehr gesehen habe), Schokoladen-Bier, unzählige Arten und Formen von Schokoladen, etc. pp. Faszinierend!

Alles in allem war das Museum ok, hat uns allerdings nicht wirklich vom Hocker gerissen. Wir hatten uns etwas mehr davon erwartet, v. a. bei dem doch recht heftigen Preis. 3 Euro hätten da locker auch gereicht. Und mit dem Verschenken von Schokolade sind sie dort auch recht geizig. ;-)

Wir warteten auf die kleine Bimmelbahn Wolters, die direkt vor dem Schokoladenmuseum Halt macht, und fuhren damit zum Kölner Dom. Inzwischen waren wir einfach zu faul zum Laufen!

Bild Am Kölner Dom ausgestiegen, suchte Toni sich ein nettes Plätzchen in einem angrenzenden Café und ich machte mich daran, die 509 Stufen des Kölner Doms zu erklimmen. Der Eintritt kostete nur 2 Euro (Stand: Juli 2006) – dafür muss man aber eben auch zu Fuß gehen. Einen Aufzug gibt es hier nicht.

Die engen Wendeltreppen waren ganz schön anstrengend und es schien kein Ende mehr zu nehmen. Immer wieder kamen mir ganze Gruppen entgegen und man musste sich schon arg an die Wand drücken, um nicht wieder hinunter geschubst zu werden.

Auf 95 m Höhe befindet man sich, wenn man die oberste Stufe hinter sich gelassen hat und endlich wieder nach Luft schnappen kann. ;-) Durch die vielen Streben und Verzierungen hindurch hat man immer wieder schöne Ausblicke auf Köln-Stadt. Manchmal wird es durch die extremen Sicherheitsabsperrungen jedoch etwas erschwert. Aber Sicherheit geht vor! Etwas unterhalb befindet sich außerdem die größte schwingende Glocke der Welt. Da will ich nicht daneben stehen, wenn sie zu schwingen beginnt.

Nach ein paar Fotos machte ich mich wieder auf den Weg nach unten. Ich wollte unbedingt noch das Fotomotiv Kölns bekommen – den Kölner Dom mit der Hohenzollernbrücke im Vordergrund. Und dazu musste ich besagte Brücke erst einmal drüber spazieren.

Ich beeilte mich ein wenig, damit Toni nicht noch länger warten musste und hatte auch ein etwas mulmiges Gefühl, als ich da so ganz alleine hinüber ging. So viele Obdachlose kamen mir entgegen und starrten mich von oben bis unten an. Als ich schließlich auf der anderen Seite ein Foto schoss, raste ein älterer Herr mit dem Fahrrad direkt auf mich zu! Ich hatte schon angst, er würde mir meine Kamera entreißen. Nachdem er mich ebenfalls von oben bis unten gemustert hatte, drehte er allerdings wieder um und fuhr weiter. Neeeee – nach zwei Fotos machte ich mich schnellstens wieder auf den Rückweg und war schließlich doch froh, als ich wieder bei meinem Schatz angekommen war. Bei einer kleinen Erfrischung saßen wir noch ne Weile direkt an der Domplatte und ich erzählte ihm meine Erlebnisse. ;-)

Bild Inzwischen war es schon 14 Uhr geworden und wir hatten noch Hunger. Vor dem Heimflug zog es uns noch einmal in das Hard Rock Café in der Gürzenichstraße, welchem wir schon am ersten Tag einen kurzen Besuch abgestattet hatten. Seit unserem Besuch des Hard Rock Cafés auf Grand Cayman waren wir auf den Geschmack gekommen und nun machen wir uns direkt schon immer auf die Suche nach einem.

Wir bestellten Salat und Burger und ließen es uns noch mal so richtig schmecken, bevor es schließlich wieder zurück zum Hotel ging. Wir holten unser Gepäck ab und gingen zum Hauptbahnhof vor. Den gleichen Zug wie am ersten Tag genommen, erreichten wir bereits eine halbe Stunde später wieder den Flughafen Köln-Bonn. Dieses Mal nahmen wir den Quick-Check-In in Anspruch, da wir ja sowieso kein Gepäck aufzugeben hatten und setzten uns in die Wartehalle.

Mit rund 20 Minuten Verspätung hoben wir schließlich gegen 18.35 Uhr vom Flughafen Köln-Bonn ab. Der Flug verlief sehr ruhig und bereits um ca. 19.15 Uhr erreichten wir München. Wieder vom Parkservice abgeholt, stiegen wir in unser Auto und traten die Heimfahrt an.

Trotz der drei recht schönen und sehr interessanten Tage in Köln und Düsseldorf freuten wir uns schon wieder sehr auf Zuhause. Großstädte sind für uns Landeier auf Dauer halt doch ein wenig anstrengend. ;-)





Unser Fazit zu dieser Reise


Köln und Düsseldorf sind auf jeden Fall eine Kurzreise wert!

Wer sich für Reisen innerhalb Deutschlands interessiert, sollte diese beiden nordrhein-westfälischen Metropolen daher unbedingt auf seine Liste setzen.

>>Zu Köln<<

Wie sehr habe ich mich gefreut und gestrahlt, als ich dem Kölner Dom endlich einmal persönlich gegenüber stand. Wenn man solche Gebäude immer und immer wieder im Fernsehen sieht, wird man irgendwann doch neugierig darauf, wie es denn in Wirklichkeit aussieht. Obwohl der Dom von der Fassade her etwas herunter gekommen wirkt, ist er wirklich einzigartig und wunderschön.

Ansonsten hat uns Köln als Stadt nicht wirklich begeistert. Neben dem Dom gibt es nur noch wenige Sehenswürdigkeiten. Das meiste sind Kirchen, die zum Teil aber nicht mal mehr restauriert werden und langsam zerfallen. Der Spaziergang durch die Stadt war zwar sehr interessant und hat auch einige schöne Ecken und Gassen zu bieten. Aber an einem Tag hat man den Großteil davon locker erkundet.

Etwas abschreckend waren für uns die vielen Obdachlosen, die sich v. a. auf der Domplatte und im Hauptbahnhof Tag für Tag herumtreiben. Obdachlose gibt es überall – auch in München, Hamburg und Berlin. Aber nirgendwo ist es uns so arg aufgefallen, wie eben hier in Köln. Selbst in der Fußgängerzone trifft man ständig auf welche, die aus jedem Abfalleimer etwas rausklauben oder die Leute direkt anquatschen.

Über die Freundlichkeit der Kölner waren wir anfangs auch etwas enttäuscht. Am ersten Tag traten uns irgendwie fast alle unfreundlich gegenüber. An unserem zweiten und dritten Tag legte sich dies Gott sei Dank wieder. Vermutlich ist nur der Montag kein so guter Tag für Köln??

Unser Hotel war auch absolut in Ordnung. Die Lage ist einfach genial. Zum einen liegt der Kölner Dom und somit das Zentrum nur 5 Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt, zum anderen befindet es sich jedoch in einer sehr ruhigen Gegend in einer Seitenstraße und man bekommt vom Großstadttrubel rein gar nichts mit.

>>Zu Düsseldorf<<

Im Gegensatz zu Köln hat uns Düsseldorf auf Anhieb begeistert.

Obwohl sie nicht viel größer ist als Köln, versprüht sie um einiges mehr an Flair und bietet auch einfach mehr Platz. In Köln wirkt alles so zusammengestaucht; in Düsseldorf ist alles etwas freier angelegt. Die Gebäude in der Altstadt haben tolle Fassaden, die Rheinuferpromenade wirkt richtig einladend und ich kann mir gut vorstellen, was hier an einem schönen Sommer-Wochenende so alles los sein wird. Hier könnte es mir auch länger gefallen.

Alles in allem verbrachten wir drei richtig schöne Tage und freuen uns, wieder einen Teil Deutschlands näher kennen gelernt zu haben.

Bild
Bild