3. Tag: Fort Lauderdale ~ Einschiffung auf der Royal Princess

Heute Morgen wurden wir von Sonnenstrahlen und blauem Himmel geweckt - herrlich! Gegen 9 Uhr checkten wir aus unserem Hotel aus.

Anmerkung zum Hotel:
Mit dem Holiday Inn Miami Beach Oceanfront hatten wir eine, wie ich finde, ganz gute Wahl getroffen, allerdings würde ich dort keinen zweiwöchigen Urlaub verbringen wollen. Das Hotel ist einfach schon alt, die Zimmer sind groß, aber nicht mehr auf dem neuesten Stand. Das Bad war getrennt (Waschbecken zwischen Eingangstür und Schlafzimmer, Dusche und WC in einem eigenen Raum) und leider schon sehr veraltet. Das Hotel selbst bietet ein sehr gutes Restaurant. Zum öffentlichen Strand geht es über eine kleine Promenade. Weitere Infos in meiner Hotelbewertung.


Bild Mit dem Mietwagen ging es nun zum Port Everglades in Fort Lauderdale, wo wir etwa eine dreiviertel Stunde später ankamen. Am Hafeneingang wurden unsere Pässe kontrolliert, dann durften wir auch schon einfahren und konnten wenige Minuten später unsere Koffer abgeben. Dieses Mal wirkte alles viel professioneller. In den letzten Jahren hatten wir unsere Koffer immer "mitteindrin" und "mutterseelenallein" stehen lassen müssen. Dieses Mal gab es zumindest Gepäckwagen und wir waren nicht die ersten. Dennoch ist es nach wie vor immer ein mulmiges Gefühl und die Hoffnung groß, den Koffer dann auch wirklich auf der Kabine wieder zu finden.

Weiter ging es schließlich zum Flughafen Fort Lauderdale; wir mussten unseren Mietwagen noch abgeben. Doch auch das klappte einwandfrei. Eingefahren, abgestellt, kurz überprüft, fertig.

Mit dem Taxi fuhren wir schließlich wieder zurück zum Port Everglades und gegen 10.45 Uhr wären wir auch schon bereit gewesen für den Check-In. Das ging heute alles ziemlich easy. Doch leider nutzte uns das rein gar nichts, denn am Terminal erhielten wir erst einmal die Information, dass das Schiff sich verspätet hätte und demzufolge der Check-In erst ab 12 Uhr möglich sei; also eine Stunde warten.

Bild Erst einige Zeit später wurde dann der unerfreuliche Grund bekannt: Auf der vorherigen Tour war der Noro Virus ausgebrochen und das Schiff musste nun erst einmal von Grund auf desinfiziert werden. Klar - wir waren natürlich sehr froh, dass diese Maßnahme ergriffen wurde, schließlich will niemand krank werden. Leider konnte man uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht sagen, wann wir an Bord kommen würden. Hätten wir das früher gewusst (angeblich wären wir vorab informiert worden, was jedoch nicht der Fall war), hätten wir unseren Tag anders geplant und noch einen Ausflug unternommen.

Inzwischen waren auch Max, Evi und Chris angekommen. Auch sie waren von der Situation nicht begeistert. Nach dem Check-In nahmen wir im Haftenterminal Platz und warteten auf die Freigabe des Schiffes. Zwar wurde uns von Princess Cruises ein kostenfreier Shuttle zu einer Mall angeboten, aber darauf hatten wir nun mit unserem Handgepäck auch keine große Lust.

So richtig fröhlich war momentan niemand von uns. Jeder hatte so seine Bedenken mit dem Noro Virus, aber man konnte es ja nicht ändern. Es war nun mal so, wir mussten das Beste draus machen, außerdem wussten wir ja auch gar nicht, wie schlimm es wirklich sein würde.

Gegen 14 Uhr kam dann endlich der erlösende Aufruf und wir durften alle an Bord. Ab sofort wurde akribisch auf Desinfektion geachtet, beim Betreten des Schiffes, vor den Speisesälen und auch im Casino. In den ersten Tagen gab es auch keine Getränkekarten auf den Tischen, keine Salz- und Pfefferstreuer und die Teller im Büffetrestaurant wurden die ganze Reise über von der Crew ausgehändigt. Gut so, denn leider gab es natürlich auch den ein oder anderen Passagier, der alles auf die leichte Schulter nahm und sich ohne sanften Druck der Crew nicht an die Hygienvorschriften gehalten hätte.

Bild Nun waren wir also angekommen auf der Royal Princess. Für uns alle war es das erste Mal auf einem Princess-Schiff, von daher waren wir gleich gespannt und neugierig. Der erste Eindruck war sehr schön, allerdings fiel mir sofort die "Schwere" der Einrichtung auf, vieles in Braun und Gold gehalten, sehr klassisch. Also mal wieder ganz anders als meine zuletzt besuchten Schiffe.

Die Vorfreude auf die Reise stieg nun wieder langsam an und nachdem wir alle einen kurzen Blick in unsere Kabinen geworfen hatten, trafen wir uns im Büffetrestaurant Horizon zum Mittagessen. Die Auswahl der Speisen begeisterte uns auf Anhieb. So viel gibt es nicht einmal auf Royal Caribbean und Celebrity, obwohl uns bereits diese schon beigeistert hatten.

Wir nahmen auf der Terrasse am Heck des Schiffes Platz und hatten von hier aus einen schönen Blick auf Fort Lauderdale. Nach dem Essen spazierten wir übers Schiff und schauten uns schon einmal ein wenig um. Besonders gut gefiel mir der Sanctuary-Bereich mit den tollen Liegen und kleinen Pavillons. Genutzt haben wir ihn während der Reise jedoch kein einziges Mal, da wir auch sonst immer problemlos Liegen bekommen hatten.

Bild Nach dem Streifzug ging es jetzt aber erst einmal auf die Kabine, Koffer auspacken. Die Balkonkabine (L129) war in gewohnter Größe und Ausstattung. Besonders gut gefiel uns der zwischen Schlafraum und Bad befindliche "begehbare" Kleiderschrank. Hier war alles gut verstaut und störte im Schlafbereich nicht. Auch sonst gab es genügend Stauraum, mehrere Schubladen, einen Tresor, einen Fön und neben einem Schreibtisch und Sitzgelegenheit auch einen großen Fernseher, der an der Wand befestigt war. Das Bad dagegen empfand ich eher als Zumutung. Von der Ausstattung her war es absolut in Ordnung. Nicht gut fanden wir jedoch den Duschvorhang und auch platztechnisch war es eine Katastrophe. Selbst ich mit meinen gerade mal 1,65 m schlug mich ständig an.

Gegen 16.45 Uhr stand die Seenotrettungsübung auf dem Programm. Dazu trafen wir uns alle mit unserer Rettungsweste (befindet sich in der Kabine) im Theater. Dort wurden wir mit den Sicherheitsmaßnahmen vertraut gemacht, auch wurde uns das Anlegen der Westen gezeigt.

Das Auslaufen sahen wir uns von einem der oberen Decks an. Vor uns hatte bereits die Legend of the Seas den Hafen von Fort Lauderdale verlassen. Unser Kapitän ließ die Hupe ertönen. Allerdings ist es bei Princess keine gewöhnliche Hupe, sondern eine Melodie aus der TV-Serie "Love Boat", was uns immer wieder zum Schmunzeln brachte. Denn nicht immer wurden die Töne getroffen ...

Bild An den Balkonen der Hochhäuser bei der Hafenausfahrt standen wieder die Kreuzfahrtfans mit ihren Flaggen bewaffnet, vom Strand winkten uns die Leute entgegen. Nun ging es also los, mit unserer Fahrt in die südliche Karibik.

Zum Abendessen trafen wir uns heute alle im Hauptrestaurant Symphony und waren sehr gespannt, was uns hier erwarten würde. Der erste Abend war leider nicht so gelungen. Irgendwie ging heute einiges schief, was wir jedoch auf die außergewöhnlichen Umstände zurück führten. Jeder war irgendwie angespannt, vor allem die Crew hat es in solchen Situationen nicht leicht.

Um 22.15 Uhr sahen Toni und ich uns die "Welcome Aboard"-Show an, die zwar ganz gut war, mich aber nicht vom Hocker gerissen hat. Interessant waren aber die Informationen über die Nationalitäten an Bord. Demzufolge waren wir nur 23 Deutsche und 4 Österreicher. Dazu 2 Spanier, 2 Franzosen und 2 Schweizer, wie auch rund 900 Kanadier und natürlich eine ganze Menge Amerikaner.

Nach der Show verabschiedeten wir uns dann auf die Kabine. Trotz dass wir heute nicht sonderlich viel unternommen hatten, war es ein anstrengender Tag.

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Fotoalbum Fort Lauderdale (Einschiffung) 2015


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