1. Tag: Anreise von München nach Miami

Schweren Herzens von den Tieren verabschiedet, ging es gegen 8.30 Uhr los zum Münchener Flughafen. Es war Samstag-Morgen, der Verkehrsfunk meldete für unsere Strecke keine besonderen Auffälligkeiten. Super, wir freuten uns auf ein gemütliches Fühstück mit Chris am Flughafen, die aus Frankfurt "angeflogen" kam.

So weit so gut. Plötzlich standen wir rund 50 Kilometer vor dem Ziel mitten im Stau, der Radiosender berichtete aber immer noch von freien Straßen. Es war kein Vorwärtskommen mehr, alle paar Minuten ging es mal ein paar lächerliche Meter weiter. Na wunderbar! Zu allem Überfluss streikten dann auch noch unsere Handys. GPS wurde nicht empfangen, ergo konnten wir die Navis nicht benutzen und keine Alternativroute generieren. Die Stimmung wurde bei uns beiden spürbar gereizter, schließlich informierte ich unseren Parkservice, dass wir uns verspäten - doch auf welche Zeit? Das Frühstück konnten wir vergessen; ich gab Chris Bescheid, damit sie nicht auf uns wartete.

Innerlich hatte ich mit diesem Flug bereits abgeschlossen. Ich war mir sicher: Den erreichen wir nicht mehr! Doch siehe da, urplötzlich hatten wir uns zum Grund des Staus vorgearbeitet. Ein Kran holte einen im Wald gestrandeten LKW heraus. Und weil es für viele Autofahrer unfassbar schwierig ist, ohne Gaffen an einer Unfallstelle vorbei zu fahren, staute es sich gleich mal auf zig Kilometer zurück (übrigens auch auf der Gegenfahrbahn, was ich fast noch schlimmer finde).

Bild Kaum daran vorbei, ging wieder alles wie gewohnt flüssig und Toni drückte aufs Gas. Mit zum Glück nur einer dreiviertel Stunde Verspätung erreichten wir schließlich unseren Parkservice, packten die Koffer in den Kleinbus und wurden zum Flughafen gefahren.

Eingecheckt hatten wir bereits gestern online, jetzt mussten wir noch unser Gepäck aufgeben. Die Automaten hierfür angesteuert, wurden wir vom Lufthansa-Personal weggeschickt, mit den Worten: "Stellen Sie sich lieber am Schalter an, das ist einfacher." Gesagt, getan. Doch hier standen Massen, wir hatten nicht mehr ganz so viel Zeit bis zum Boarding und nach vorne lassen wollte uns die Angestellte auch nicht ... also zurück zu den Automaten und unser Glück versucht. Dort klappte dann auch alles ganz wunderbar, der gesamte Vorgang hat keine zehn Minuten gedauert. Scheinbar wollte man die Automaten nur "schonen". :-)

Weiter durch die Sicherheitskontrolle und noch schnell ein paar Zeitschriften gekauft, trafen wir schließlich leicht gestresst auf Chris, die in den letzten Stunden mit uns mitgefiebert hatte. Puh, endlich geschafft!

Bild Um kurz nach 11 Uhr war schließlich Boarding, nahezu pünktlich um 11.45 Uhr hoben wir ab in Richtung Miami. Der A330-300 stand dem von mir favorisierten A380 in nichts nach. Im Gegenteil; wir hatten eine tadellose Maschine, das Entertainment-Programm war auf dem neuesten Stand, der Sitzabstand vollkommen in Ordnung (ja, ich weiß, bei meiner Größe ist das keine Kunst ... ;-)), das Personal freundlich und das Essen sehr gut. Alles in allem ein angenehmer, kurzweiliger Flug, den wir mit den neuesten Filmen und ein wenig Schlaf verbrachten.

Gegen 17.15 Uhr Ortszeit landeten wir schließlich auf dem Miami International Airport. Die Einreise dauerte um die zwanzig, dreißig Minuten und war sehr angenehm. Somit kamen wir nicht in den Genuss, die seit ca. einem halben Jahr verfügbaren APC-Kiosks (Reisepass-Scanner) zu nutzen, da wir gleich auf die entsprechenden Schalter aufgeteilt wurden.

Auch die Koffer ließen nicht lange auf sich warten und nach Abgabe der Einreisekarte trafen wir draußen dann auch schon auf Evi und Max, die uns fröhlich mit einem persönlichen Begrüßungs-Schild in Empfang nahmen. Die beiden waren schon einen Tag früher in die USA gereist.

Ein paar Worte gewechselt, trennten sich dann aber auch schon wieder unsere Wege, denn während Toni und ich ja noch zwei Nächte in Miami blieben, nahmen Max und Evi Chris mit nach Fort Lauderdale. Die Drei wollten morgen die Malls unsicher machen.

Am Schalter von Dollar Cars standen Toni und ich dann eine geschlagene Stunde an, bis wir endlich unseren Mietwagen erhielten. So gut wir Dollar Cars auch finden; das nächste Mal wählen wir eine andere Mietwagenfirma, denn nirgendwo sonst war so viel los wie hier (kein Wunder, bei den günstigen Preisen).

Im Parkhaus konnten wir dann aus etwa fünf Fahrzeugen wählen und entschieden uns für einen Dodge Journey. Ein tolles Auto! Unglaublich viel Platz, ruhig zu fahren, bequem.

Bild Bei strömendem Regen ging es schließlich zu unserem "Holiday Inn Miami Beach Oceanfront" in Miami Beach, das wir eine gute halbe Stunde später erreichten. Ganz schön stürmisch war das, na hoffentlich würde das morgen wieder vorbei sein. Da fliegt man in den Sunshine State Florida und was erlebt man? Schlechtes Wetter! ;-)

Wir checkten ein, bezogen unser Zimmer und da es inzwischen aufgehört hatte zu Regnen, spazierten wir noch kurz zum Strand vor. Viel sahen wir bei der Dunkelheit natürlich nicht mehr, aber trotzdem kam sofort Urlaubsfeeling auf.

Unseren "kleinen Hunger" stillten wir schließlich im hoteleigenen Restaurant bei jeweils einem riesigen Steak-Burger. Wahnsinnig gut - aber auch wahnsinnig viel. Wie war das gleich nochmal mit dem ´kleinen´ Hunger?

Inzwischen waren wir rund 23 Stunden auf den Beinen, wir waren müde und fertig und freuten uns jetzt auf ein kuscheliges Bett.

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