7. Tag: Ein Tag auf See


Der letzte Tag auf der AIDAnova sollte ein Seetag sein. Ein schöner Abschluss einer abwechslungsreichen und interessanten Kreuzfahrt. Bis heute allerdings konnte mich die AIDAnova nicht überzeugen.

So sehr ich mich auch bemüht habe und so sehr ich versucht habe, mich auf dieses Schiff einzulassen – so wirklich gepackt hat es mich nicht. Der Unterschied zur AIDAperla ist deutlich größer als ich ursprünglich gedacht habe. Selbst die identischen Restaurants wirken völlig unterschiedlich. Für mich war und blieb die AIDAnova bis zum letzten Tage unpersönlich. Auch das Essen hat mich an vielen Stellen nicht überzeugt. Es war gut. Aber nicht hervorragend. Alles in allem ein Schiff, das man sicher für einen Urlaub wählen kann und was seine Liebhaber finden wird. Ich für meinen Teil würde die AIDAperla bzw. AIDAprima jedoch immer vorziehen, auch wenn ich keinen wirklichen Grund dafür nennen kann.
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Obwohl es heute deutlich bewölkter und windiger war, hielt sich der Seegang in Grenzen. Auch der Kapitän war wieder sichtlich erstaunt, wie ruhig sich das Meer verhielt. Er wählte zwar bewusst eine etwas andere Route als auf der Hinfahrt nach Madeira, dennoch ist man hier in aller Regel grundsätzlich rauere See gewöhnt.

Nach einem kurzen Frühstück ging es noch einmal auf eine größere Spazierrunde durch das Schiff. Dabei besuchte ich etwas ausgiebiger die Kunstgalerie auf Deck 6 und schaute bei der Show „Wer wird Millionär“ im Studio X vorbei. Super gemacht, wie im echten Studio. Für die ganze Show hatte ich allerdings keine Lust, ich wollte jetzt nicht stillsitzen, sondern mich bewegen.

Bild Also ging es weiter über die verschiedenen Decks, vorbei an diversen Bars, auf der Suche nach Ecken, die ich bisher evtl. noch nicht entdeckt habe. Müde und etwas genervt von den Leuten, zog ich mich anschließend ein wenig auf den Balkon zurück. Auch der wollte schließlich genutzt werden. Für den kleinen Hunger zwischendurch gab es am Nachmittag einen Hotdog auf Deck 8 im Barbecue Grill. Dass diese extra kosten, finde ich etwas unverschämt. Sie sind zwar lecker, sollten aber dennoch im Preis enthalten sein.

Irgendwann musste dann auch mal der Koffer gepackt werden, was mir wie immer schwer fiel. Alles soweit verstaut und frisch gemacht für den Abend ging es zum Abschluss der Reise schließlich gegen 19.30 Uhr ins Steakhouse Churrascaria. Ein Filet Mignon bestellt, dazu Wein, war es ein schöner Ausklang dieser einwöchigen Kreuzfahrt.

Aber auch hier wieder kurzes Unverständnis meinerseits: Auf der Frage nach einem Tisch (ich hatte nicht reserviert), hieß es zunächst, dass es im Moment schlecht aussähe, alles besetzt sei. Natürlich wäre auch ein späterer Termin möglich gewesen. Dann ein Telefonat, ein kurzes Warten und plötzlich bekam man doch einen Tisch. Das Restaurant war gerade mal zur Hälfte belegt, was sich auch während meines Aufenthalts nicht mehr änderte. Den Grund der anfänglichen Abweisung habe ich daher so absolut nicht verstanden.

Noch ein kleiner Absacker an einer der Bars ging es schließlich gegen 21.30 Uhr auf die Kabine. Vom Balkon aus konnte man bereits die Lichter von Teneriffa erkennen. Wir würden noch heute Nacht anlegen. Auch hier wieder für alle Nachtschwärmer ein willkommenes Angebot. Ich dagegen freute mich auf das Bett.

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Fotoalbum AIDAnova


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