- Inselrundfahrt und Erholung vom 15. bis 19. März 2004 -
Nachdem wir im April 2003 voller Begeisterung aus unserem ersten Mallorca-Urlaub zurück kamen, stand für uns schnell fest, dass wir dieser Insel baldmöglichst noch einmal einen Besuch abstatten werden. Wir waren fasziniert von der vielfältigen und herrlichen Landschaft, den freundlichen Menschen und den unzähligen Sehenswürdigkeiten, die es dort zu sehen gibt.
So ging es dann auch bereits ein Jahr später – im März 2004 – für eine weitere Rundfahrt auf die größte balearische Insel. Dieses Mal konzentrierten wir uns hauptsächlich auf den Westen, statteten aber auch dem Norden und dem Süden der Insel erneut einen kleinen Besuch ab.
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Wie schon im Vorjahr, hatten wir auch in diesem Jahr wieder das Glück, mit der ersten Maschine des Tages zu fliegen und kamen dementsprechend früh am Flughafen Palma de Mallorca an. Der Flug mit Air Berlin war wie erwartet ohne Probleme verlaufen. Nachdem wir unser Gepäck endlich erhalten hatten, machten wir uns auf den Weg zum Mietwagenschalter, um das von uns bereits von Deutschland aus gebuchte Auto abzuholen.
Gegen neun Uhr ging’s dann los und wir suchten als erstes unser Hotel in Palma Nova auf – nicht weit von Palma de Mallorca entfernt. Wir hatten diesen Ort bewusst gewählt, da wir unsere Routen ja hauptsächlich auf den Westen ausgelegt hatten und von hier aus die Anfahrt nicht ganz so weit war wie z. B. von der Ostküste aus.
In Palma Nova angekommen, entdeckten wir auch sogleich unser Hotel, da es sich um das größte der ganzen Stadt handelte. Wir belegten unser Zimmer im 9. Stock, von wo aus man eine tolle Sicht auf das Meer hatte! Nachdem wir uns – wie immer – das Hotel ausgiebig angesehen hatten, machten wir uns auch schon wieder auf den Weg und erkundeten den Urlaubsort. Hierbei handelt es sich jedoch um das englische Gegenstück zum Ballermann. Im Vorfeld wussten wir davon leider nichts, sonst hätten wir uns wohl doch für einen anderen Ort entschieden. ;-)
Auf unserem Rundweg durch den Ort stießen wir immer mal wieder auf ein "Williams-Pub" oder "Charles-Café" usw. Auch trafen wir tatsächlich fast nur Engländer an – in ihrer gewohnten "Manier". ;-) Doch etwas hinterhalb entpuppte sich der Ort dann tatsächlich doch noch als schön und es gab nette mallorquinische Cafés – ohne englischen Einschlag. Ein Lichtblick! ;-)
An diesem Tag war es ziemlich bewölkt und der Wind peitschte uns richtig um die Ohren. So stiegen wir auch bald wieder ins Auto und fuhren in das uns empfohlene Vergnügungszentrum nach Marratxi. Wer Disneyland kennt, entdeckt sofort eine gewisse Ähnlichkeit. Hier ist alles pieksauber, zudem gibt es viele themenbezogene Restaurants, ein Insekten- und Reptilienmuseum und viele Outlet-Stores, die wir sofort unsicher machten. Die Anlage ist schön angelegt mit vielen Blumenbeeten und großen Brunnen. Zudem gibt es hier eine riesige Spielhölle mit Computerspielen, Billard und Bowling – auch ein großes Kino gibt es hier.
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Die nächsten Tage waren wir sodann von Früh bis Spät unterwegs. Die Straßen im Westen der Insel verlangen dem Fahrer z. T. ganz schön was ab – dafür aber sind sie landschaftlich auch eine Wucht und man hat immer mal wieder eine tolle Sicht auf das Meer und die Klippen.
Die beiden Orte Santa Ponca und Costa de la calma sind in den letzten Jahren zu richtigen Ferienorten herangewachsen und man entdeckt viele Reihen-Ferienhäuser. Dennoch hat der Strand nicht an Charme verloren. Kleine Treppen führen zu entlegenen Plätzen. Für Wassersportler zudem ein Paradies, denn der Wind ist für Wasserskifahrer und Segler absolut geeignet! Wir wanderten etwas an der Promenade entlang und konnten von dort aus die beiden Inseln "Malgrats" sehen, die jedoch nicht öffentlich zugänglich sind.
Weiter ging’s danach nach Andratx und Port d’Antrax. Der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde zählt rund 10.000 Einwohner – darunter auch viele Prominente, deren Fincas sich ganz in der Nähe befinden.
Uns hat der Ort sehr gut gefallen, wobei mich der Hafen vielmehr begeistert hat. Hier hielten wir uns lange auf, sahen den Leuten bei der Renovierung ihres Schiffes zu und spazierten bei den teuren Yachten vorbei. Viele waren zu verkaufen, doch der Preis war gar nicht ausgehängt. Doch toll sind sie schon ... da könnte man schon die ein oder andere Yacht-Party veranstalten! ;-)
Sant Elm ist ein richtig idyllisches kleines Dörfchen im äußersten Westen Mallorcas. Von S’Arracó führt ein etwa drei Kilometer langer und teilweise kurviger Weg zu dem kleinen Dorf, in dem man sein Auto am besten gleich bei der erstbesten Gelegenheit abstellt. Hier bietet sich dem Besucher ein schöner Strand und eine tolle Aussicht auf die beiden vorgelagerten Inseln Pantaleu und Sa Dragonera. Letztere ist rund 4 km lang und 1 km breit und seit 1995 als Naturschutzgebiet ausgezeichnet. Zum Glück konnten Bauten bisher abgewiesen werden. Heute befinden sich hauptsächlich verschiedene Vogel- und Reptilienarten auf der Insel. Dennoch ist ein Besuch möglich: Mehrmals am Tag legt ein Schiff zu den Inseln ab.
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Auf dem Weg von Andratx nach Estellencs stößt man auf den Aussichtspunkt Mirador de Roca. Der Weg dorthin ist – wie all die anderen auch – teilweise sehr kurvig und anstrengend. Doch die Fahrt lohnt sich!
Rund fünf Kilometer nördlich von Estellencs gibt es schon den nächsten Aussichtspunkt: Torre de ses animes (Turm der Seelen). Er gehört zu den meistfotografiertesten Türmen der Insel und ist ein schöner Platz zum Ausruhen. Für Wagemutige lohnt sich der Aufstieg auf die Plattform des Turmes. Von dort aus kann man die nahegelegenen Terrassengärten betrachten.
Valldemossa ist einer der bekanntesten und meistbesuchtesten Orte der Insel. Grund hierfür ist die Geschichte Frédéric Chopins und George Sand, die hier 1838/39 einen eiskalten Winter verbrachten.
Als wir in Valldemossa ankamen, waren wir erstaunt, wie viele Leute sich um diese Zeit hier schon aufhielten. Auf der restlichen Insel trafen wir kaum auf Menschen, waren meist alleine unterwegs. Hier aber staute es sich. Busse über Busse blockierten die Parkplätze. Schade – aber nicht unumgänglich – und so machten wir uns trotz allem auf dem Weg zur Stadtbesichtigung. Die Häuserfassaden sind richtig schön, denn meist hängen Blumentöpfe dran und alles ist schön verziert. In den etwas engeren Gassen waren wir auch teilweise wieder alleine und konnten die Ruhe genießen. Hier trafen wir auf unzählige streunende Katzen, die ihr Essen aus den Mülltonnen holten und z. T. schon ziemlich abgemagert aussahen. Da hätte ich am liebsten eine ganze Kiste Dosenfutter geholt und es ihnen hingestellt ... sie taten mir so leid. :-(
Die Kartause haben wir uns nur von außen angesehen und uns die Besichtigung erspart. In den Innenräumen können die Zimmer von Chopin und Sand besichtigt werden, zudem gibt es einige Nebengebäude, die in besagtem Winter eine gewisse Rolle spielten.
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Ein für mich sehr schöner Ort ist Son Marroig. Zwischen Valldemossa und Dejà liegt dieses ehemalige Herrenhaus Ludwig Salvators. Darauf aufmerksam geworden bin ich eigentlich nur zufällig durch einen Bildband. Die Fotos waren so schön, dass ich unbedingt dort hin musste. ;-)
Bereits vom Hof aus hat man einen guten Blick auf den Felsen Na Foradada.
1872 erwarb der österreichische Erzherzog das Gut und baute es zu einem wahrlich schönen Landsitz aus. Nach und nach kaufte er noch weitere Güter hinzu, wie z. B. Son Miramar, Son Moragues und S’Estanca, wobei letzteres vor einigen Jahren in den Besitz von Michael Douglas überging.
Natürlich sahen wir uns auch die Innenräume etwas näher an. Viel gibt es jedoch nicht zu entdecken, da der Großteil in Privatbesitz ist. Jede zweite Tür war verschlossen. <grins> Trotzdem war der Rundgang sehr schön. Vom Speisesaal aus hat man einen herrlichen Blick auf den Garten und einen Pavillon. In den Räumen sind Bücher und private Gegenstände des Erzherzogs ausgestellt. Der Garten gleicht einer wahren Botanik: Zwischen Palmen und herrlichen Blumen tummeln sich Enten und ein kleiner Hund – er bewacht das Haus. ;-)
Im Vorjahr waren wir ja schon einmal in Sóller, doch der Ort hat uns so gut gefallen, dass wir noch einmal hinfahren wollten. Sóller ist die Hauptstadt der Tramuntana und zählt mehr als 10.000 Einwohner. Von den umliegenden Bergen geschützt, liefert dieses wasserreiche Tal eine Fülle von Mandeln und Feigen und das Landschaftsbild wird hauptsächlich von Zitronen- und Mandarinenhainen bestimmt.
Fasziniert haben mich wieder die Gleise der alten Straßenbahn, die mitten durch den Ort und z. T. knapp an den Läden und Cafés vorbei führen. Hier ist Vorsicht geboten, wenn man einen Laden verlässt. <grins>
Auch dieses Mal ließen wir uns die Fahrt mit der alten Straßenbahn (siehe Foto) nicht entgehen. Aber natürlich hatte sie nicht mehr das gleiche Flair wie bei der ersten Fahrt. Schließlich kannten wir ja schon alles. Doch schön war sie trotzdem. Wir lehnten uns zurück und genossen es einfach.
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In vielen Reiseführern und Bildbänden gilt Fornalutx als das sauberste und schönste Dorf der ganzen Insel. Um uns davon zu überzeugen, machten wir einen kleinen Abstecher hin und mussten erst einmal die Hauptstraße verlassen. Das Dorf liegt etwas abseits – am Ende der Welt. Doch es stimmt wirklich: Hier wirkt alles absolut sauber und aufgeräumt. Begeistert haben mich auch die vielen Treppen, die schönen Mandarinenbäume und die netten Menschen.
Nachdem wir den Westen der Insel ein paar Tage lang ausgiebig erkundet hatten, machten wir uns weiter auf den Weg in den Norden und besuchten noch einmal das Cap de Formentor, da uns die Fahrt dorthin im Vorjahr richtig Spaß gemacht und es uns ja auch so gut gefallen hat. Am ersten Aussichtspunkt Mirador de mal pas stiegen wir aus und spazierten ein wenig herum. Auf mehreren Ebenen kann man hier die Aussicht genießen, manche wagen auch eine kleine Klettertour auf den nicht ausgeschriebenen Wegen. Auf einer Höhe von gut 200 m sieht man auf die Felsküste und die kleine Insel Illot d’es Colomer. Etwa drei Kilometer dahinter zweigt eine Straße zum Sandstrand Platja de Formentor ab. Hier gibt es einige Restaurants und aufgrund der guten Wassersportmöglichkeiten sind auch viele Touristen anzutreffen.
Als wir den Leuchtturm erreicht hatten, blickten wir zurück auf einen Teil des Straßenverlaufs und auf die Küste sowie das Meer. Recht viel mehr gibt es dort aber auch nicht. Wir aßen noch zu Mittag in dem angrenzenden kleinen Bistro, amüsierten uns über div. Touristen und machten uns anschließend wieder auf den Rückweg – und waren froh, so bald los gefahren zu sein. Denn es kamen uns unzählige Busse entgegen, die diese Strecke natürlich nur in langsamer Geschwindigkeit bewältigen können und von daher eine ganze Schlange an Autos hinter sich her zogen.
Nachdem wir im letzten Jahr Palma nur kurz besichtigten und es inzwischen einen eigenen Sightseeing-Bus gab, entschieden wir uns, dieser Stadt nochmals einen Besuch abzustatten und wir klapperten mit dem Sightseeing-Bus alle nur denkbaren Sehenswürdigkeiten ab. Mit einem 24-Stunden-Ticket kann man nach Lust und Laune ein- und wieder aussteigen. Perfekt!
Nachdem wir eine komplette Runde gedreht hatten, auf der wir viel Geschichtliches und Wissenswertes erfuhren, besuchten wir die Kathedrale La Seu und schlenderten durch die engen Gassen und Einkaufsstraßen. Hier kaufte ich mir eine wunderschöne Perlenkette für mein Hochzeitskleid und ging somit den ganzen Tag strahlend durch die Gegend! ;-)
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Etwas später sahen wir uns das Spanische Dorf an und verbrachten dort eine lange Zeit. Hier sind alle wichtigen und interessanten Sehenswürdigkeiten Spaniens in etwas verkleinerter Form aufgebaut. Die Anlage ist gestaltet wie ein richtiges kleines Dorf mit Gassen, Kirchen, Cafés und Plätzen. Schon fast wie ein kleiner Freizeitpark. Auf unserem Weg hierdurch wurden wir von einer ganzen Katzenfamilie begleitet – richtig süß. Neben den vielen Gebäuden gibt es auch noch div. Ausstellungen über die Arbeit auf dem Felde, in den verschiedenen Werkstätten usw.
Auf unserer Rundreise kamen wir natürlich noch an viel mehr Orten vorbei, aber alle hier aufzulisten – das wäre zu viel. Sehr schön empfanden wir auch die Cala Figuera im Süden der Insel. Ein kleines Fischerdorf, das zwar viele Touristen anzieht, dennoch klein und fein geblieben ist. Auch Felanitx begeisterte uns durch die engen Gassen.
In dieser einen Woche legten wir eine ganz schöne Fahrtstrecke zurück und waren dementsprechend k. o. Doch es hat uns sehr gut gefallen und wir müssen zugeben, dass der Westen der Insel einfach traumhaft ist. Hier hat die Insel noch ihren Ursprung, hier ist noch nicht so viel Tourismus vorhanden, was auch hoffentlich noch lange Zeit so bleiben mag. ;-)
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